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CRISTINA MÜHLE, GRÜNDERIN VON SOFTCLOX | Wie sie hochschwanger den Markt mit einer innovativen Idee eroberte
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CRISTINA MÜHLE, GRÜNDERIN VON SOFTCLOX | Wie sie hochschwanger den Markt mit einer innovativen Idee eroberte

Ihr erstes Paar „Holzklapperl“ bekam SOFTCLOX-Gründerin Cristina Mühle geschenkt, als sie ein kleines Mädchen war. Die ersten Absatzschuhe, die für sie als junges Mädchen nicht nur prägend waren, sondern die sie auch voller Stolz trug, hatten ebenfalls eine Holzsohle. Die Liebe zu Clogs war also schon in jungen Jahren ziemlich verankert. Erst viele Jahre später, sollte Cristina ihre Schwäche für Clogs auch zu ihrem eigenen Business machen.

Cristina, was hast du vor SOFTCLOX gemacht?

Vor SOFTCLOX war ich lange Zeit als selbständige Marketing-Beraterin aktiv und habe nach meinem BWL Studium zunächst Unternehmen aus den Fashionbereich beraten. Im Laufe der Zeit fokussierte ich mich dann immer stärker auf die Schuhbranche.

Du warst bei deiner Gründung Hochschwanger. Was hat dich dazu motiviert, neben einem Leben mit einem Neugeborenen, auch noch eine Businessgründung stemmen zu können?

Die Begeisterung für die Idee. Ich war einfach felsenfest davon überzeugt, dass das Konzept einer leichten, biegsamen und bequemen Holzsohle in Kombination mit einem hochmodischen Schuh funktioniert. Außerdem hatte ich Unterstützung durch ein tolles Netzwerk aus Branchenprofis auf der einen und Familie auf der anderen Seite.

Foto: SOFTCLOX

Du beschreibst deine Anfangsphase als einen guten Start. Was hast du konkret getan, um in der Branche nicht als Eintagsfliege wahrgenommen zu werden?

In der Branche dachten tatsächlich viele Händler, dass es sich bei SOFTCLOX und ihrer biegsamen Holzsohle, um eine kurze Trenderscheinung handeln würde. Die Kombination aus Qualität, Komfort und Style auf Holz machte unseren Kundinnen aber von Beginn an zu regelrechten Fans, die jede Saison gespannt auf die neue Kollektion warteten. Gleichzeitig war es mir wichtig, die Einzigartigkeit der Marke SOFTCLOX klar zu kommunizieren. So sind wir uns über die Jahre stets treu geblieben und haben es damit geschafft, den Holzschuh salonfähig zu machen.“

Die biegsame Holzsohle ist die Besonderheit deiner Produkte. Wie lange hat es gebraucht, bis die finale Entwicklung zum perfekten Schuh stand?

Los ging es im Jahr 2004, da entschloss ich mich, die Idee in die Tat umzusetzen. Im darauffolgenden Sommer saß ich dann hochschwanger mit meinen beiden Produktions- und Designpartnern und dem gesamten Vertriebsteam im Biergarten und wir haben die Muster für die erste Kollektion festgelegt. Im Frühjahr 2006 kam dann die erste SOFTCLOX-Kollektion in den Handel.“

Über zwei Drittel deiner Mitarbeiter sind Frauen; eine bewusste Entscheidung. Was steckt da dahinter?

Offensichtlich spricht unsere Unternehmenskultur Frauen an, die mehr von einem Job erwarten. Hinter der Marke SOFTCLOX stecken Werte, die auch unsere Mitarbeiterinnen teilen. Wichtig sind uns zum Beispiel eine nachhaltige Produktion und der verantwortungsvolle Umgang mit unseren Ressourcen. Gleichzeitig ist die Solidarität unter uns Frauen groß, weil wir alle Mütter sind, die gerne auch auf beruflicher Ebene etwas bewegen. Und Frauen und Schuhe, das passt natürlich!

Du stellst auch bewusst viele Mütter an. Eine Entscheidung, die viele Unternehmer aufgrund der fehlenden Flexibilität ablehnen. Welchen Hintergrund hat dieser Gedanke bei dir?

Mütter können sich in der Regel sehr gut organisieren, was in stressigen Phasen im Job die halbe Miete ist. Viele Mamas bringen einfach eine gewisse Ruhe mit in die Arbeit. Sie sind im Leben angekommen und wissen auch im Beruf genau, was sie wollen. Von dieser Lebenserfahrung kann ich als Arbeitgeberin nur profitieren.

Foto: SOFTCLOX

Du hast lange Zeit von Zuhause aus gearbeitet. Ist das nach wie vor so? Wie können wir uns einen Alltag mit Kind und Business vorstellen?

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Mittlerweile arbeite ich nicht mehr im Homeoffice. Mit der Gründung unseres eigenen Onlineshops 2013 und einem stetig wachsenden Team war es sinnvoll, hier in München ein offizielles SOFTCLOX Headquarter aufzubauen. Außerdem ist meine Tochter mittlerweile ein Teenager und da ist es auch nicht mehr notwendig, dass ich als Mutter stets präsent bin. Und für dringende Fälle gibt es ja zum Glück auch immer noch die Omas…

„Friends for Life“ ist in deinen Augen nicht nur deine Firmenphilosophie, sondern auch ein wichtiger Aspekt, wenn es zur Zusammenarbeit mit deinem Team und deinen Partnern kommt. Erzähle uns bitte, wie „Friends for Life“ zustande kam.

Der Claim passte einfach, weil SOFTCLOX tatsächlich von Freunden gegründet wurde. Jeder für sich war vorher bereits professionell in der Schuhbranche aktiv, aber wir alle waren eben freundschaftlich verbunden. Bis heute setzen wir bei allen unseren Geschäftspartnern auf einen fairen und respektvollen Umgang miteinander. Gleichzeitig steht „friends for life“ auch für das Produkt selbst. SOFTCLOX sollen für unsere Kundinnen „wie ein guter Freund“ sein, der sie den ganzen Tag und über viele Jahre hinweg begleitet und ihnen das Leben durch das einzigartige Tragegefühl ein Stückchen leichter macht.

Als Schuh-Designerin und Verkäuferin – was steht bei dir zuerst? Kleidung oder Schuhe?

Je nach Anlass. Privat steht bei mir zuerst die Kleidung und dann finde ich garantiert aus meinem SOFTCOX-Bestand den passenden Schuh dazu. Hab ja ein paar… Bei beruflichen Terminen kommen erst die SOFTCLOX und dann das Outfit drumherum.

www.softclox.com

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