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Natascha Mair, Ballerina an der Wiener Staatsoper | “Je länger ich tanzte, umso mehr wollte ich es”
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Natascha Mair, Ballerina an der Wiener Staatsoper | “Je länger ich tanzte, umso mehr wollte ich es”

Wie bei vielen Ballerinas ging es auch bei Natascha Mair recht jung mit dem Tanzen los. Schon mit 5 Jahren fing sie mit dem Tanzen an, weil ihre Eltern wollten, dass sie sich bewegte. Heute ist die 24-jährige nicht nur professionelle Ballerina, die ihre Leidenschaft zum Tanzen als Hauptjob ausübt, sondern auch als Solotänzerin an der Wiener Staatsoper angestellt. Im Interview gibt sie uns eigenen Einblick in ihre etwas andere Kindheit und wie ihr Alltag heute aussieht.

Foto: Marian Furnica

Deinen Eltern war immer bewusst, dass Ballett auch einen großen Druck und eine große Leistungsbereitschaft mit sich bringen würde. Sie gaben dir immer die Option auch aufzuhören. Warum wolltest du dabei bleiben?

Ich konnte mich jederzeit für einen anderen Sport entscheiden, aber es hat mir so gefallen, dass ich all die Jahre nie aufhören wollte und eine Leidenschaft zum Ballett entwickelte. Je länger ich tanzte, umso mehr wollte ich es. Es ist ein Sport und gleichzeitig eine Kunst, wo man nie aufhörte zu lernen und sich zu entwickeln.

Du wurdest in eine Schule aufgenommen, die mit deinem Tanzunterricht kooperiert hat. Wie kann man sich den Schulalltag vorstellen?

In der Unterstufe hatten wir Vormittags Schule und Nachmittags Ballett. In der Oberstufe Vormittags Ballett und Nachmittags Schule. Auch samstags mussten wir in die Schule, damit sich die Schulstunden alle ausgingen.

Foto: Marian Furnica
Foto: Marian Furnica

Du sagst, als Ballerina hat man eine etwas andere Kindheit. Wie würdest du deine beschreiben und gibt es etwas, dass du rückwirkend vielleicht etwas vermisst?

Wir hatten weniger Freizeit als andere Kinder in unserem Alter. Aber da meine meisten Freunde in meiner Klasse waren, ging mir eigentlich nichts ab und wir fanden trotzdem immer eine Zeit unsere Freizeit zu genießen. Außerdem schätzten wir es dann auch mehr.

Nun bist du Solotänzerin an der Wiener Staatsoper. Wie bist du an diese Rolle gekommen?

Ich bin jemand der immer hart arbeitet. Der Rest war auch Glück, dass mein Direktor mir viele Möglichkeiten und Coachings hab. Ich bin sehr dankbar.

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Du sagst, du bist bei der Staatsoper angestellt und verdienst so auch dein regelmäßiges Gehalt. Kann man sich das wie ein 9-5-Job vorstellen?

Ja genau. Manchmal sogar mehr als das. Aber das kommt ganz auf unseren Vorstellungsplan an. Normalerweise fangen wir um 10 Uhr an und sind um 17:30 Uhr fertig. Manchmal später und oft habe ich auch privates Training zusätzlich.

Foto: Marian Furnica
Foto: Marian Furnica

Als Ballerina hat man eine recht kurzlebige Karriere – mit 35 geht man schon in Rente. Machst du dir jetzt mit 24 schon Gedanken, was danach passieren soll?

Manchmal. Aber im Moment versuche ich es einfach zu genießen. Pläne ändern sich jedes Jahr, daher ist es hart mich jetzt schon auf einen Zukunftsplan festzulegen. Aber Ideen habe ich.

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