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Marlena Dietz, Gründerin von Fobe | „Ich musste mich in meinem Beruf davor, so oft Aufgaben stellen, die neu für mich waren und sie irgendwie meistern. Dadurch habe ich mit der Zeit die Sicherheit bekommen, dass man mit seinen Aufgaben wächst.”

Marlena Dietz, Gründerin von Fobe | „Ich musste mich in meinem Beruf davor, so oft Aufgaben stellen, die neu für mich waren und sie irgendwie meistern. Dadurch habe ich mit der Zeit die Sicherheit bekommen, dass man mit seinen Aufgaben wächst.”

Fobe wurde von Marlena Dietz erst im März kurz vor dem Corona Lockdown gegründet, womit sich das StartUp schon gleich zu Beginn mit großen Herausforderungen auseinandersetzen musste. In den ersten acht Wochen im Business wurde es ziemlich deutlich, dass die Menschen mit anderen Dingen als Designerhandtaschen beschäftigt waren. Doch seitdem der Lockdown vorbei ist, können sie sich nicht beschweren und das Sharing-Modell wird bei den Usern sehr gut angenommen und gewinnt immer mehr an Zulauf. Im Interview erzählt uns Marlena mehr über ihre Gründungsgeschichte.  

Liebe Marlena, hast du dir von vornherein schon ein eigenes Business zugetraut?

Diese Frage habe ich mir ehrlich gesagt, gar nicht wirklich gestellt. Ich musste mich in meinem Beruf davor, so oft Aufgaben stellen, die neu für mich waren und sie irgendwie meistern und vor allem lernen mich selbst zu organisieren. Ich habe dadurch mit der Zeit die Sicherheit bekommen, dass man mit seinen Aufgaben wächst. 

Was hast du vor deiner Selbstständigkeit gemacht?

Bevor wir Fobe gegründet haben, war ich Einkäuferin für acht Multibrandstores im Premium bis HighEnd Fashion Segment. Das war eine sehr spannende Zeit und eine tolle Aufgabe. Ich war sehr viel in Europa unterwegs und musste sehr früh schon sehr viel Verantwortung übernehmen. Ich war zu dem Zeitpunkt 22 Jahre alt und hatte auf einmal keine Zeit mehr für die Dinge, die meine Freunde in dem Alter gemacht haben (lange Partynächte, WG Kochabende usw.). In der Zeit bin ich sehr schnell erwachsen geworden und ich würde rückblickend sagen, dass diese Jahre mich am meisten geprägt haben, weil sie sehr intensiv waren.

Credit: Fobe

Erzähle uns bitte mehr über dein Konzept. Wie funktioniert Fobe.me?

Fobe.me kann man sich in etwa vorstellen wie einen virtuell begehbaren Kleiderschrank einer sehr erfolgreichen Influencerin. In dem Schrank befinden sich alle angesagten Handtaschen bekannter Designer in den aktuellen Trendfarben. Zu diesem virtuellen Kleiderschrank bekommen Kunden Zugang über ein monatliches Abo. Mit dem Abo können sich unsere Kunden ihre Lieblingstasche aussuchen, sie einen gewissen Zeitraum tragen und wenn sie Lust auf einen Look haben, sich eine neue Tasche aussuchen und gegen die alte eintauschen.

Dadurch hat man die Möglichkeit ohne große Investments immer die aktuellsten Taschen zu tragen und das auch mal in mutigen Farben.

Ist deine Vision heute noch die gleiche wie sie damals war oder hast du mittlerweile auch Kurskorrekturen vornehmen können?

Unsere Vision ist es nach wie vor den Konsum im High-End Fashion Bereich nachhaltiger zu gestalten und die Produkte einer größeren Zielgruppe zugänglich zu machen. Der Trend geht eindeutig weg von Eigentum und hin zum Sharing. Dadurch schaffen wir unseren Kunden eine aktuelle und große Auswahl, die mit der mittlerweile hohen Geschwindigkeit im Fashion Segment Schritt halten kann und dabei trotzdem bezahlbar und nachhaltig bleibt. Damit können sich unsere Kunden immer wieder neu erfinden.

Wie abhängig ist euer Portfolio von den aktuellen Trends der Fashionszene?

Eines der Dinge, die mir mit am wichtigsten sind, ist dass unsere Auswahl wirklich die aktuellsten und angesagtesten Taschen zeigt. Deshalb ist einer meiner Hauptaufgaben mich mit den aktuellen Trends zu beschäftigen, was mir allerdings sehr leicht fällt, weil ich eine große Leidenschaft für Mode habe.

Wir aktualisieren deshalb auch alle paar Wochen unsere Auswahl an Handtaschen und nehmen immer wieder neue Modelle oder angesagte Farben mit in die Auswahl auf.

www.fobe.me
@fobe_official

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