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Die vier Versprechen – Ein Weg zur Freiheit und Würde
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Die vier Versprechen – Ein Weg zur Freiheit und Würde

Wenn du so wie ich ein Entrepreneur bist, dann investierst du womöglich die meiste Zeit des Tages darin, deine Ziele und Träume zu erfüllen. Und das hört sich so groß und wichtig an. Aber das heißt nicht einmal im Entferntesten, dass du tägliche große Entscheidungen triffst, Verträge unterschreibst und große Kunden ans Land ziehst. Nein. Das heißt viel mehr, dass du Tag ein Tag aus kleine Dinge machst. Kleine Entscheidungen triffst. Marktforschung betreibst. Dich mit Leuten vernetzt. An Newslettern arbeitest. E-Mails schreibst. E-Mails beantwortest. Und das immer und immer und immer wieder. Und die Summe dieser „kleinen“ Dinge, führt dann hoffentlich zum Erfolg.

Und zwischen all den E-Mails, den fast unendlich wirkenden To-Do Listen und den kurzen Tagen (und findest du auch, dass Entrepreneure weniger als 24 Stunden am Tag zur Verfügung haben?!) fragst du dich dann manchmal auch, was DU deinen Zielen herbei steuern kannst? DU als Mensch, bzw. mit deiner Persönlichkeit?

Foto: Priscilla du Preez | Unsplash

Als ich mich damals nach meinem Ingenieurstudium bei Firmen beworben habe, hörte ich Leute immer wieder sagen: „Nicht dein Lebenslauf macht Karriere, sondern deine Persönlichkeit“. Damals dachte ich, dass sagen doch nur Leute, die in der Uni schlecht waren und es sich jetzt irgendwie gut reden müssen, um sich besser zu füllen.

Ich glaube ich lag in meinem Leben selten so falsch, wie in diesem Moment! Deine Erfolge sind die Reflektion deiner Persönlichkeit. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass du dich ändern musst, um dein Leben zu verändern. So wichtig Marktrecherche, Aufbau eines guten Netzwerkes, sowie gute Organisation ist, ist die Arbeit an dir Selbst. An deiner eigenen Persönlichkeit.

Nehmen wir mal an, du erreichst dein Ziel ohne an dir selbst gearbeitet zu haben. Dann wirst du, so bin ich fest davon überzeugt, den Erfolg nicht lange aufrecht erhalten können. Ich kenne Niemanden, der wirklich erfolgreich seine Ziele erreicht hat, der nicht an sich selbst gearbeitet hat. Man merkt es den Menschen einfach an. Sie sind sehr umgänglich, bescheiden und entspannt. Einfach Menschen, mit denen andere gerne zusammenarbeiten oder noch besser um sich herum haben. Und Du kannst auch einer von Denen werden.

Dafür kannst du entweder die 10 Gebote befolgen, oder machst es so wie ich und schaust dir die vier Regeln in dem Buch“ Die vier Versprechen – Ein Weg zur Freiheit und Würde“ von DON MIGUEL RUIZ an.

Das Gute ist, es sind nur vier einfache und überschaubare Regeln. Ziemlich jede noch so problematische Situation, die ich bislang in meinem Leben hatte, konnte ich auf eine dieser Regeln zurückführen und somit sogar lösen. Du musst nicht religiös oder spirituell sein, um diese vier Regeln zu verstehen bzw. sie zu verinnerlichen. Im Folgenden stelle ich euch diese einfach vor. Schau selbst!

Regel Nr. 1: „Sei tadellos mit deinen Worten“
(Be impeccable of your word)

Dies ist womöglich die mächtigste und wahrscheinlich wichtigste Regel in diesem Buch. Deine Worte können Träume entstehen lassen oder sie zerstören. Deine und die der Anderen. Das Wort kann dich entweder gefangen nehmen oder dich befreien. Worte sind wie Samen, die gesät werden und so wie die Qualität des Samens, sind auch sie verantwortlich für die Qualität der Ernte. Gutes Wort = gute Ernte. Schlechtes Wort = schlechte Ernte. Und nicht nur wie wir zu uns selbst sprechen, sondern auch wie wir zu anderen Menschen sprechen, wird unsere bzw. die Handlungen der Anderen, sofern diese natürlich als Wahrheit angenommen werden, beeinflussen.

Erinnerst du dich an eine solcher Situationen, in der du ein für dich perfektes Outfit zusammen gestellt hast, was dann aber von jemanden kritisiert wurde? Wenn du dich schlecht danach gefühlt hast, dann weißt du, dass du womöglich die Worte des Anderen als Wahrheit angenommen hast. Und so wurde dein eigenes Bild vom perfekten Outfit zerstört. Und dies ist nur ein kleines Beispiel. Stell dir vor, ähnliches passiert, wenn jemand deine Träume oder Ziele kritisiert und du das als Wahrheit annimmst. Deine Handlungen werden dies reflektieren. Du wirst für dich womöglich ungünstigere Entscheidungen treffen, ja sogar an dir zweifeln!

Regel Nr. 2: „Nimm nichts persönlich“
(Don’t take anything personally)

Diese Regel ist selbsterklärend, oder? Nimm nichts persönlich. NIE. Ganz egal, was jemand dir antut, er tut es nicht wegen dir, sondern wegen ihm selbst. Jeder Mensch hat seine eigene Welt, seine eigene Realität, agiert und reagiert aus dieser heraus.

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Regel Nr. 3: „Triff keine Annahmen“
(Don´t make assumptions)

Das passende Verb zu „assumptions“ ist „to assume“. „To ass-u-me is making an ASS out of YOU and ME“. Das lustige Wortspiel ins Deutsche übersetzt bedeutet, dass Annahmen einen „Arsch“ aus dir und mir machen. Und es stimmt! So funktioniert nämlich unser Gehirn. Es sucht unentwegt nach Erklärungen, die für UNS, unsere Weltanschauung, unsere Realität Sinn machen. Wir nehmen an, Menschen denken, fühlen und handeln, wie wir selbst! Wir „packen Menschen in Boxen“, gehen davon aus, zu wissen, mit welcher Intention Menschen, das tun, was sie tun, wie sie es tun und warum sie es tun. Ist das nicht verrückt? Dies kann nur zu Problemen in allen Bereichen mit zwischenmenschlichen Beziehungen führen. Bei sich selbst angefangen, mit seiner Familie, dem Partner, bei Freunden, Arbeitskollegen und Bekannten. Überall! Und Fakt ist, solange wir nicht gezielte Fragen stellen, wissen wir einfach nichts Konkretes, sondern nehmen nur etwas an.

Regel Nr. 4: „Gib stets dein Bestes“
(Always do your best)

Niemals mehr oder weniger. Wichtig ist hier, dass dein Bestes sich ständig ändert. Wenn du kränkelst, wird es weniger gut sein, wenn du wach und munter bist, wird es besser sein. Es verändert sich je nach deiner psychischen und physischen Verfassung. Gibst du stets dein Bestes, wird es dir Zufriedenheit und ein Gefühl von Glück bringen. Die Resultate werden für sich sprechen!

Für mich hat es sich bislang sehr gelohnt nach diesen vier überschaubaren und einfachen Regeln zu leben. Wenn ich morgens aufstehe, gehe ich sie in meinen Kopf kurz durch und abends versuche ich zu reflektieren, in welcher Situation ich die Regeln angewendet bzw. nicht angewendet habe. Wenn du die Regeln brichst, ist das kein Problem! Dann fängst du halt von neu an.

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