Benjamin Koch, Founder von Capanova | “Komplett allein kannst du lenken, aber nicht überleben”

Trends sind schön und gut und auch wichtig, jedoch auch oft wieder so schnell verschwunden, wie sie gekommen sind, sagt Benjamin Koch, der Gründer von Capanova, als wir ihn fragen, ob er seine Produktentwicklung von neuen Trends bestimmen lässt. „Mir ist es wichtig, Produkte zu erschaffen, die einen besonders langen Produktlebenszyklus haben. Produkte, die der Anwender gut findet und in unserem Fall in seine tägliche Styling und Pflegeroutine über Jahre hinweg integrieren kann. Da bedarf es nicht ständig nach etwas Neuem. Klar kann es immer mal sein, dass z.B. ein spezielles Styling Spray oder so besonders “hipp“ ist. Hierzu ist jedoch immer zu sagen, dass gerade für ein StartUp es schwer ist, hier immer on Demand das passende Produkt aus der Schublade zu zaubern.” Generell glaubt Benjamin, dass seine ganze Marke, Capanova, als Trend zu verstehen ist, da Nachhaltigkeit den Menschen berechtigterweise immer wichtiger ist. Im Interview haben wir einen Einblick in seine Gründungsgeschichte erhalten und erfahren, warum er schlichtweg nie zufrieden ist.

Lieber Benjamin, ist Capanova dein erstes Business?

Capanova ist nicht mein erstes Business, wenn doch als eigenes wohl das Ambitionierteste. Ich hatte über zehn Jahre eine eigene Nahrungsergänzungsmittelfirma, immer jedoch als Nebenjob, und habe darüber Produkte für Freizeitsportler verkauft. Das war aus einem Hobby heraus entstanden und kam eher daher, dass ich während dem Sport, den ich bis heute passioniert betreibe, immer gefragt wurde, welche Ergänzung man zuführen kann, um hier maximale Ergebnisse zu erzielen. Da sich hier die Nachfragen und Bestellmengen häuften, machte ich damals daraus – eher ungewollt – ein eigenes kleines Business. 

Zudem hatte ich im Jahr 2015 und 2016 zusammen mit einem Partner vorübergehend eine kleine Marketingberatung betrieben, dies kam dadurch, dass ich damals aus einer beruflichen Station nach Berlin und Düsseldorf eine Zeit lang unschlüssig war, wo ich beruflich anknüpfen möchte. Merkte aber schnell, dass Standort und Umfeld für mich nicht das waren, was ich mir vorstellte.

Generell muss ich sagen, dass ich auch in den zehn Jahren meiner Angestelltenzeit vor Capanova immer große Verantwortung und Freiheit in meinen Positionen genoss, man fühlte sich quasi immer wie selbstständig, obwohl man doch angestellt war. All diese Zeiten, und damit einhergehenden Erfahrungen vor Capanova, waren nötig, um – und da bin ich sicher – überhaupt erst die Expertise erlangt zu haben eine eigene Firma zu gründen. Denn eines weiß ich sicher: eine grandiose Idee zu haben ist nicht ausreichend. Man braucht das Wissen und die Erfahrung um diese Idee „auf die Straße zu bringen“. 

Als ich Capanova mit Mitte 30 gegründet habe, fühlte ich mich absolut dazu in der Lage und fand den Zeitpunkt angemessen und war daher auch nicht wirklich nervös vor und während der Firmengründung. Man muss nicht alles wissen, man muss nur wissen, wo man Informationen herbekommt – gerade auf eine Unternehmensgründung bezogen. Klar, lassen wir jetzt einmal die Ausnahmen außer Acht, die mit 22 gründen und direkt durch die Decke gehen. Das stellt die Ausnahme und sicherlich nicht die Regel einer Unternehmensgründung dar.

www.capanova.de
@capanova.hair

Das komplette Interview kannst du in der aktuellen Ausgabe von SWEET SPOT lesen.

Außerdem in dieser Ausgabe:

DOT ON
Julia Habermaier und Tanja Haller – “Da wir beide Mamas sind, verstehen wir uns absolut blind und niemand muss die andere „um Erlaubnis fragen.“

WHEELBLADES 
Patrick Mayer – “Zu Beginn habe ich alles auf „Swiss Made“ gesetzt, aber über die Jahre ist mir leider klar geworden, dass dies nicht in allen Bereichen funktioniert.“ 

FEMENTOR 
Anastasia Barner – “Um ehrlich zu sein, wollte ich mit bereits fünf Jahren Bundeskanzlerin werden, weshalb ich jetzt auch einer Partei beigetreten bin.” 

CAPANOVA  
Benjamin Koch – “Komplett allein kannst du lenken, aber nicht überleben.”

KELEYA  
Sarah Müggenburg & Victoria Engelhardt – “Damals hatte ich große Angst, dass wir das Geld am Ende verlieren und die Investoren enttäuscht sein könnten.” 

ELIMBA 
Elias El Gharbaoui – “Während und in den Tagen nach der Ausstrahlung haben wir so unfassbar viele Bestellungen über unseren Onlineshop generiert, dass wir große Probleme hatten mit der Produktion und Auslieferung hinterher zu kommen.

READLY
Maria Hedengren – “Ich plane gerne im Voraus und habe die Theorie schon ausgearbeitet – ich stürze mich nicht blind in Dinge.” 

AERVIDEO 
Pablo Levin Trautwein – “Es ist wichtig, dass man sich selbst treu bleibt und sich nicht zu etwas drängen lässt, das man nicht möchte.

MAREN JEWELLERY – A MINDFUL LOVE.
Helge Maren Hauptmann – “Besonders schwierig war es für mich, eine durchgehend nachhaltige Lieferkette aufzubauen.

CALLIGRAPHY CUT 
Frank Brormann – “Unsere Friseurkunden sind mein Wikipedia. Dort hole ich mir Antworten auf meine Fragen.

WEEDO FUNWEAR 
Antje Risau – “Ich hatte wirklich Angst davor, dass ich mich verkalkuliere.” 

Viel Spaß beim Lesen unserer Ausgabe #8!

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