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Aimie-Sarah Carstensen | Interview mit der Co-Founderin der ArtNights
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Aimie-Sarah Carstensen | Interview mit der Co-Founderin der ArtNights

Aimie-Sarah Carstensen lernte schon sehr früh, in die Fußstapfen eines Unternehmers zu treten, denn mit Mitte 20 baute sie bereits ein Unternehmen im Unternehmen auf und leitete ein Team von 30 Leuten. Direkt nach dem Abitur zog sie in die Großstadt und absolvierte ein duales BWL-Studium in Berlin, Mannheim, Bangkok und Toronto, zog sehr oft um und hatte dadurch sehr viel gelernt – vor allem, wie man schnell Kontakte knüpft und mit möglichst wenig Kram klar kommen muss. Nach ihrem Studium arbeitete sie einige Jahre bei Axel Springer im Bereich digitale Kooperationen, bevor sie zu Bertelsmann wechselte. Doch das war ihr noch nicht genug: Sie gründete neben ihrem Job FIELFALT, ein Blogazine für Female Empowerment.

Eigentlich wollte sie immer Vorstand von einem DAX30-Unternehmen werden – letztendlich konnte sie sich aber nicht von ihrem Unternehmer-Herzen abwenden und gründete im Herbst 2016 gemeinsam mit David Neisinger die ArtNights.

Foto: Farina Deutschmann

Aimie, wie ist die Idee der ArtNights entstanden?

David und ich wurden über Freunde miteinander vernetzt. Er hat mir von der Idee erzählt und ich war sofort begeistert. Nachdem wir das Business-Modell analysiert hatten, haben wir direkt am nächsten Tag angefangen daran zu arbeiten. David ist auf die Idee von Social Painting Parties bei seinem Aufenthalt in den USA gestoßen.

War es für dich schon immer klar, in einer Partnerschaft zu gründen?

Nein – nicht vorsätzlich, aber es hat einfach von Anfang an super gepasst. David und ich ergänzen uns sehr gut.

Was waren die Hürden und Herausforderungen in der Gründung eures StartUps?

Wir haben beide mit unseren Ersparnissen gegründet und uns in den ersten 9 Monaten kein Gehalt ausgezahlt. Wir haben die Website selbst entwickelt und mussten versuchen, Kunden mit einem Marketingbudget von 0€ von unserem neuen Konzept zu überzeugen. Das war eine sehr lehrreiche aber auch herausfordernde Zeit.

ArtNight-Gründer Aimie-Sarah Carstensen und David Neisinger. Foto: Fabian Pfitzinger

Für eure Events engagiert ihr Künstler. Was hat es damit auf sich?

Unsere ArtNight-Künstler leiten unsere Workshops. Inzwischen haben wir eine Künstlercommunity von über 150 Künstlern in sechs Ländern. Die Künstler werden von uns ausgewählt und trainiert, um ArtNight-Künstler zu werden. Alle haben ein unglaublich tolles kreatives Talent und lieben es, Menschen zu begeistern.

Eure ArtNights werden bundesweit und in Österreich und der Schweiz veranstaltet. Wie organisiert ihr euch, damit das gestemmt werden kann?

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Inzwischen sind wir in sechs Ländern unterwegs. Wir lieben Tech und haben Dank IT sehr viel automatisiert. Das Wichtigste sind aber unsere Künstler und unsere tolle Community: Sie sind der der Kern von allem und leiten die tollen ArtNights.

Foto: Fynn Stoldt

Welche Art von Kunst bietet ihr an in Euren Workshops? Geht es ausschließlich ums Malen, oder könnte es auch eine andere Form von Kunst sein (z.B. Töpfern, Bildhauerei, o.ä.)

Bei ArtNight geht es ausschließlich ums Malen. Wir haben aber sehr viele verschiedene Motive, sodass jede ArtNight anders ist und man ein ganz individuelles Kunstwerk mit nach Hause nehmen kann. Zudem bieten wir auch Handlettering-Kurse an.

In Eurem Vision Statement auf Eurer Webseite sagt ihr, dass die Mal-Workshops nicht die einzige Mission sind, die ihr verfolgt. Wo soll es weiterhin hingehen mit eurem StartUp?

Wir wollen Menschen zusammenbringen und unvergessliche Erlebnisprodukte anbieten, die man einfach buchen kann. Das bedeutet konkret, dass wir in Zukunft weitere Verticals entwickeln und neben ArtNight neue Marken aufbauen. Erst kürzlich sind wir mit ShakeNight gestartet – einem einzigartigen Cocktailkurs in Berlin. Wir suchen aktuell außerdem unternehmerische Talente, die Lust haben, die Verticals gemeinsam mit uns aufzubauen.

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